Eva Hermans Rauswurf bei Kerner
Es scheint in Mode zu kommen, Eva Herman aus irgend etwas herauszuwerfen.
Wieder einmal aktuell zu bestaunen bei dem Talk-Softie Johannes B. Kerner. Gut, bei etwas begabter Betrachtung, hätte man aus der Sicht von Eva Herman sicher befürchten können, daß das vielleicht in die Hose gehen könnte.
Hat sie aber nicht.
Und so saßen ein langweilig dozierender und voreingenommener Geschichtsheini, eine alternde Schauspielerin mit der Art einer verkochten Nudel, ein ohnehin bekennend frauenfeindlicher Komiker und eine der schlechtesten und nervigsten Moderatorinnen, die das deutsche Fernsehen jemals an das Tageslicht gepreßt hat, beisammen und hatten nur ein Ziel:
Der bösen, faschistischen Eva Herman mal so richtig an die Karre fahren.
Als Speerspitze der Schlaffi Kerner, sich urplötzlich auf investigatives Fernsehen berufend, der schleimig versuchte, die Sache artig im Auftrag der Quote eskalieren zu lassen. Ging erst nicht, schade. Da sowohl der Fragende also auch die Befragte nicht eben zur synaptische Elite unserer Gesellschaft gehören, schleppte sich der Schlachtvorgang noch etwas vor sich hin.
“Äh, hör mal Eva, könntest Du nicht mal schnell etwas Nettes über Hitler sagen?” übersetze ich an dieser Stelle einmal den wirklichen Inhalt seiner ersten Fragen. Erstaunlich, daß die anwesende Trümmertruppe doch so lange gebraucht hat, die Sache mit Schwung an den Baum zu fahren. Dabei hätte Frau Herman doch einfach nur sagen müssen: “Sorry, aber als ich das über die Frauen in der NS-Zeit gesagt habe, hatte ich mächtig einen im Tee, wußte nicht so richtig was ich sagen wollte und sollte. Gone bad.
Und sonst so? Hübsch hier.” Schwupp, quotengerechter Eklat ausgefallen, Talkshow von Kerner so langweilig wie immer. Aber nein. Die mußte auf klug machen. Geht aber nicht. Und so ging das Spiel sendezeitbegrenzend in die finale Runde.
Getreu dem Motto: Wer zuerst Hitler ohne Kopfschütteln sagt, fliegt raus.
Zum Schluß wurde dann auch hilfsweise die deutsche Autobahn als ausreichender Grund angesehen um Eva den abschließenden Tritt zu verpassen. War das eine armselige Veranstaltung. Reiner Populismus zum Schaden jeglicher Redefreiheit. Denn eines muß gesagt werden: Wenn jemand der Ansicht ist, die Familienpolitik im Dritten Reich hatte vernünftige Aspekte, dann muß es möglich sein, das neutral zu diskutieren.
Eine undifferenzierte Verteufelung ohne Argumentation ist albern und wird dieser Gesellschaft nicht gerecht.
Und so fahren die Beteiligten nach der erfolgreichen Schlachtung von Frau Herman selbstgerecht mit ihrem Auto über die deutsche Autobahn, erhalten als Senioren eine Rente und bekommen für ihre Kinder das gute antifaschistische Kindergeld.
Und raten Sie mal, was alle diese Dinge gemein haben? Richtig, sie stammen in ihrem Kern unstreitig aus dem Dritten Reich. Und, zahlen Sie jetzt das Geld zurück und fahren zukünftig nur noch auf der Landstraße? Sicher nicht. Das nächste Mal trauen Sie der deutschen Redefreiheit und schalten zukünftig bei Kerner lieber gleich ab.
